Stefan Widmer - Saxophon
Wie viele andere Primarschüler besuchte auch Stefan den Blockflötenunterricht. Die Blockflötenlehrerin Irma Köppel war eine fordernde aber gutmütige Powerfrau, die einigen Schülern das Fürchten lehrte, wenn sie nicht geübt hatten. Weniger die Gummibärchen am Ende des Blockflötenunterrichts für eine solide Leistung, als vielmehr seine Sehnsucht nach Präzision im Spiel liessen Stefan schon mal um sieben Uhr morgens üben...sehr zum Ärger seiner noch schlafenden Geschwister.
Diese Obsession liess auch mit dem neuen Instrument, dem Alt-Saxophon, nicht nach, nur war er nun noch viel lauter unterwegs als mit der Blockflöte...
Die selbe Lehrerin führte ihn sogleich in die Kunst der Improvisation ein. Nach und nach entdeckte er eine geheimnisvolle Tonleiter, die über ganze Stücke gespielt gut tönt...die Pentatonik. Von da an war Stefan erster Saxophonist und Solist im Saxophonensemble der Jugendmusikschule Goldach unter der Leitung von Guido Schwalt.
Während der sechsjährigen Ausbildung am Lehrerseminar Rorschach spielte er in der Schul- Big Band von Malcolm Green und konnte dank seiner Beherrschung der Pentatonik die meisten Solistenparts übernehmen. Aus einer kleinen Gruppe von Jazzliebhabern am Seminar bildete sich das „Classic Mood Quintett“.
Im Zwischenjahr des Lehrerseminars entschloss sich Stefan Widmer für eine musikalische Laufbahn. Umso härter für ihn war das letzte Jahr der Ausbildung, da er sich parallel dazu intensiv mit der Jazztheorie auseinander zu setzten begann und das Üben intensivierte.
Nach dem Lehrerseminar ging’s 2002 ab an die Jazzschule St. Gallen, wo er bei Carlo Schöb endlich mehr lernte, als nur die Pentatonik richtig zu gebrauchen. Von da an war er in verschiedenen Formation unterwegs:
In der Funkband „Poodlekickin“ mit Jan Geiger am Schlagzeug spielte er die funky Saxparts.
Neben „Jalazz“ spielt Stefan in der Fusion-Band „Blizz Rhythmia“, das „Giacopuzzi Project“ brauchte 2004 einen Saxophonisten, und das Duo „Stefan Widmer - Fabian Mueller“ entwickelte sich über Jahre hinweg zu einer soliden Zweierkiste. |