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Gibt es einen
sprachlichen Ausdruck, welcher die musikalische Leidenschaft, die
unverwechselbare Sprache oder die Vielfalt der Kompositionen beschreiben
könnte? Ist es vielleicht „Salad Music“, „The Matrix of Emotions“ oder
doch ganz einfach „Zeitgenössischer Jazz“? Wie auch immer man es nennen
möge, Tatsache ist, dass die vierköpfige Band aus der Ostschweiz nach
jahrelangem Bestehen und intensiver Zusammenarbeit viele Hochs und Tiefs
durchlebt hat. Diese riefen aber immer wieder neue Inspirationen für
andere musikalische Richtungen und Experimente hervor, die den Sound von
jalazz in verschiedenster Weise prägten und weiterbrachten.
Fabian M. Mueller
am Piano ist weitgehend Autodidakt und in der Schweizer Jazzszene die
Entdeckung schlechthin. Sein Spiel ist virtuos und gleichzeitig
feinfühlig. Stefan Widmer am Saxofon integriert seine kraftvollen,
verspielten Linien genussvoll in die von Jan Geiger am Schlagzeug und
Dusan Prusak am Kontrabass geflochtenen Grooves. Ebenso wie Geiger und
Prusak ist auch Widmer ein Abkömmling der St.Galler Jazzschule. Zudem
konnte sich Jan Geiger dank einem Stipendium am Drummers Collective in
New York weiterbilden, was sein Schlagzeugspiel unheimlich bereichert
hat. Prusak ist das jüngste und gleichzeitig das älteste Mitglied von
Jalazz. Er stiess erst im Dezember 2005 zum Quartett, ist jedoch mit
Jahrgang 1961 der Senior der Band. Seine Erfahrung und Abgebrühtheit
ergänzt sich wundervoll mit dem Elan seiner jüngeren Mitmusiker, und
seine Affinität zur freien Improvisation öffnet der Band immer wieder
neue Tore.
Über den Ursprung
des Namens „Jalazz“ ist man sich nicht ganz schlüssig. Manche Leute
behaupten, als der junge Saxofonist Stefan Widmer das erste mal eine
Aufnahme von Michael Brecker gehört hätte, soll er voll Begeisterung
ausgerufen haben: „Tschäss isch läss!“. Andere wiederum glauben zu
wissen, der Name „Jalazz“ gehe auf das Kochrezept „Jaluschki ala Zuzanna“
zurück, ein Gericht einer ungarischen Barbesitzerin.
So unsinnig sich
diese Behauptung auch anhören mag, sie ist nicht ganz von der Hand zu
weisen. Denn bekanntermassen sind die Musiker von Jalazz ausgesprochene
Liebhaber osteuropäischer Gaumenfreuden und auch anderen Genüssen
durchaus zugetan. In jüngster Zeit ist jedoch eine neue,
aufsehenerregende Hypothese aufgetaucht. Ihrzufolge soll es sich bei
Jalazz nicht bloss um den Namen einer Jazzband handeln, sondern er
beinhalte gleichzeitig eine geheime Botschaft. Diese Botschaft lautet:
„Sag ja zur Latzhose!“
Zugegeben,
orthografisch ist da nicht alles ganz korrekt, doch seit der neusten
Rechtschreibereform spielt das überhaupt keine Rolle. Auch ist bisher
noch kein Bandmitglied in einer Latzhose gesehen worden. Aber was noch
nicht ist, kann ja noch werden.
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